Laufen ist gesund – kann dem Bewegungsapparat durch falsche Belastungen oder Verletzungen aber auch schaden. Der richtige Laufschuh soll deswegen einen optimalen Schutz für Bänder, Sehnen und Gelenke bieten. Doch wieviel nutzen die teils sehr teuren Modelle wirklich?


Kräftigen, stabilisieren, dämpfen

Barfußschuhe, Stabil-Schuhe, Dämpfungs-Schuhe – wer vor der Entscheidung für den perfekten Laufschuh steht, hat die Qual der Wahl. Zumal die Hersteller die meisten Modelle mit einleuchtend klingenden Nutzenversprechen bewerben. Barfußschuhe sollen etwa die Fußmuskulatur besonders gut trainieren. Stabil-Schuhe unterstützen angeblich die Abrollphase und verhindern ein Umknicken. Dämpfungsschuhe versprechen zum Beispiel einen Schutz des Bewegungsapparates bei hartem Untergrund.

Belege fehlen

Das Wissenschaftsnetzwerk Cochrane wollte nun wissen, was hinter den Versprechen der Hersteller steckt und hat dafür die verfügbaren Studien zum Thema Laufschuhe und Verletzungen ausgewertet. Die ernüchternde Erkenntnis: Die meisten veröffentlichten Studien waren nur wenig vertrauenswürdig. Studien mit Aussagekraft hingegen zeigten beim Thema Verletzungen kaum Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen. Das galt sogar für Spezialschuhe, die nach einer gründlichen Fuß-Untersuchung verschrieben wurden.
Das Fazit lautet also: Bis sich die Studienlage verbessert, gibt es keine ausreichenden Belege für viele Versprechen der Laufschuh-Hersteller. Laufende probieren am besten einfach aus, mit welchem Schuh sie sich wohlfühlen.

Quelle: Wissen Was Wirkt